
Physiologische Prozesse
Aktivierung und Entspannung: Das Eintauchen in kaltes Wasser führt zuerst zu einer Aktivierung des sympathischen Nervensystems, was eine vorübergehende Freisetzung von Stresshormonen wie Adrenalin und Cortisol als Teil der körpereigenen Stressreaktion verursacht.
Nach dieser initialen Reaktion kann jedoch der Körper eine Gegenreaktion erfahren, die durch das parasympathische Nervensystem vermittelt wird. Dieses System fördert die Beruhigung und Entspannung des Körpers und Geistes, was zu einer Ausbalancierung der anfänglichen Stressreaktion führt.
Durch die Exposition gegenüber Kälte erlebt man oft einen Anstieg von Energie und Vitalität. Regelmäßige Anwender des Kaltbadens berichten häufig von gesteigerter Wachsamkeit und einem allgemeinen Gefühl des Wohlbefindens.
Durchblutung: Das Eintauchen in kaltes Wasser fördert die Kontraktion der Blutgefäße und erhöht dadurch die Durchblutung. Dies kann die Sauerstoff- und Nährstoffversorgung der Gewebe verbessern und zur Entgiftung des Körpers beitragen.
Stärkung des Immunsystems: Kaltwasserexposition kann das Immunsystem stimulieren, indem es die Produktion von weißen Blutkörperchen erhöht und die Freisetzung von entzündungshemmenden Substanzen fördert. Dies kann dazu beitragen, die Abwehrkräfte des Körpers gegen Krankheiten zu stärken.
Stressabbau und Spannungsreduktion: Das Kaltbaden kann Stress abbauen, indem es die muskuläre Spannung reduziert und den Geist von belastenden Gedanken befreit. Das Gefühl des kalten Wassers auf der Haut kann eine sofortige Ablenkung von stressigen Situationen bieten und eine beruhigende Wirkung auf den Geist haben.
