Eigenverantwortlicher Hinweis:
Immer mehr Menschen entdecken die Beliebtheit des Winterschwimmens und Kaltbadens. Leider gehen viele ohne das nötige Bewusstsein für die Sicherheit ins kalte Wasser. Seit 2021 bieten wir daher begleitete Kurse an, um Winterschwimmen und Kaltbaden sicher und gefahrlos zu praktizieren. Indem wir das Bewusstsein für die Sicherheit beim Kaltbaden stärken, möchten wir allen die Möglichkeit bieten, die erfrischenden und gesundheitlichen Vorteile des Kaltbadens in vollen Zügen zu geniessen.
Die Informationen auf dieser Webseite dienen ausschliesslich zu allgemeinen Informationszwecken. Sie stellen keinen medizinischen oder fachlichen Rat dar. Menschen, die mit dem Kältetraining beginnen möchten, sollten dies in einer geschützten Umgebung und unter Aufsicht tun. Es wird dringend empfohlen, vor Beginn des Kältetrainings einen Arzt zu konsultieren, um sicherzustellen, dass keine gesundheitlichen Bedenken vorliegen. Kältetraining erfolgt auf eigenes Risiko. Menschen, die das Kältetraining praktizieren möchten, sollten sich ihrer eigenen körperlichen Grenzen bewusst sein und gegebenenfalls vorherige medizinische Beratung einholen.
Hypothermie: Nach dem Verlassen des kalten Wassers öffnen sich die Blutgefässe erneut, um warmes Blut in den Körperkern zu bringen. Erfolgt das Aufwärmen zu schnell, fliesst zu kaltes Blut aus den Extremitäten zurück, was zu einem weiteren Abfall der Körperkerntemperatur führt. Diese tritt auf, wenn die Körperkerntemperatur unter 35°C fällt. Dies kann durch zu lange Exposition gegenüber kaltem Wasser oder Umgebungstemperaturen verursacht werden. Ein charakteristisches Symptom der Hypothermie ist unkontrollierbares muskuläres Zittern (Afterdrop), da der Körper versucht, Wärme zu erzeugen, um seine Kerntemperatur aufrechtzuerhalten.
Durch ein regelmässiges Kältetraining lernt der Körper mit diesen Temperaturschwankungen umzugehen.
Afterdrop kann etwa 10 bis 40 Minuten nach dem Verlassen des Wassers auftreten.
Der Afterdrop fühlt sich oft an wie ein erneutes Kältegefühl im Körper, begleitet von Schüttelfrost und einem Gefühl der Kälte, das sich von innen heraus ausbreitet. Die Körpertemperatur kann weiter sinken, was zu Zittern, Schwächegefühl und einem allgemeinen Unwohlsein führen kann.
Es ist wichtig, den Afterdrop zu erkennen und angemessene Massnahmen zu ergreifen, um die Körpertemperatur zu stabilisieren und weitere gesundheitliche Probleme zu vermeiden. Dies kann das langsame und vorsichtige Aufwärmen des Körpers sowie das Trinken warmer Flüssigkeiten umfassen, um den Kreislauf zu stabilisieren und die Wärme von innen heraus wiederherzustellen.
Es kann auch zu kognitiven Beeinträchtigungen wie Verwirrung oder Desorientierung kommen. In schwereren Fällen kann der Afterdrop zu Ohnmacht führen. Darum gilt:
Kein Autofahren, da das Nachkühlen zu kognitiven Beeinträchtigungen führen kann.
Vermeiden Sie ein heisses Bad oder eine heisse Dusche, da dies den Kreislauf belasten und zu Ohnmacht führen kann.
Langsames und vorsichtiges Aufwärmen ist entscheidend, um eine zu schnelle Aktivierung des Kreislaufs zu vermeiden.
Gehen Sie nicht an Ihre Grenzen bei Kälteexposition, es sollte immer noch eine Reserve vorhanden sein.
Trinken Sie (lau-) warme, keine heisse Getränke, um den Körper von innen zu erwärmen und den Kreislauf nicht übermässig zu belasten
Regelmässiges Training: Durch eine bewusste Vorbereitung (z.B. Kaltduschen) und die anfängliche Beschränkung auf kurze Expositionen von 2-3 Minuten kann das Risiko negativer Vorfälle beim Kaltbaden deutlich reduziert werden. Dies ermöglicht es dem Körper, sich langsam an die Kälte zu gewöhnen und die physiologischen Anpassungen zu verbessern, die erforderlich sind, um den Körper vor den Auswirkungen der Kälte zu schützen. Zusätzlich zum schrittweisen Aufbau der Kältetoleranz können auch Atemtechniken und mentale Strategien hilfreich sein, um die Belastung des Körpers zu verringern und die Sicherheit beim Kaltbaden zu erhöhen. Es ist wichtig, auf die individuellen Grenzen des eigenen Körpers zu achten und sich nicht zu überfordern, um mögliche negative Auswirkungen zu vermeiden.